Die Veranstaltung richtet sich an Doktoranden und Habilitanden der Informatik und Wirtschaftsinformatik. Sie soll die Teilnehmer darin unterstützen, einen reflektierten und gleichzeitig professionellen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur zu entwickeln. Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen.

Im ersten Teil begutachten die Teilnehmer ausgewählte wissenschaftliche Beiträge nach vorgegebenen Kriterien. Die Gutachten werden dann zusammen mit den Kriterien einer kritischen Bewertung unterzogen. Anschließend werden Richtlinien für die Erstellung eines Gutachtens vermittelt, die dann in einer weiteren Begutachtungsrunde anzuwenden sind. Vor diesem Hintergrund wird zu erörtern sein, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, damit ein Begutachungsprozess wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird dargestellt, worauf bei der Ertellung einer wissenschaftlichen Publikation besonders zu achten ist und wie ein darauf aufbauendes Vorgehen gestaltet sein könnte. Da es keine einheitlichen Vorstellungen darüber gibt, wie eine gute wissenschaftliche Publikation aussehen sollte, werden einige wissenschaftstheoretische und sprachästhetische Positionen erörtert. Dadurch wird deutlich, dass es erstrebenswert ist, einen eigenen Publikationsstil zu entwickeln. Die damit verbundenen Anforderungen werden eingehend thematisiert. Zum Abschluss dieses Teils reichen alle Teilnehmer einen vierseitigen Beitrag für eine fiktive Konferenz ein. Die Beiträge werden anschließend von den Teilnehmern in einem doppelt blinden Verfahren begutachtet. Ausgewählte Gutachten werden dann gemeinsam erörtert.

Der dritte Teil der Veranstaltung dient der Diskussion der Frage, welche Funktion Publikationen für Wissenschaft haben bzw. haben sollten. Dabei geht es u. A. um die weiter zunehmende Publikationsflut sowie die Bedeutung, die der Zahl der Veröffentlichungen für wissenschaftliche Karrieren zukommt. Diese Diskussion ist darauf gerichtet, alternative Formen von Wissenschaftskultur und wissenschaftlichem Wettbewerb zu entwickeln und zu bewerten.

Die Veranstaltung umfasst fünf Präsenztermine, die in der konstituierenden Sitzung am 8.11. bekannt gegeben werden.