Forschungsprojekt ECOMODForschungsgruppe Unternehmensmodellierung

Referenzgeschäftsprozesse und Strategien im E-Commerce

Fokus auf Integration der internen Wertschöpfungskette (Val)

ID: Val_1.1
Beschreibung
Diese strategische Option zielt darauf, erst nachdem eine Bestellung eingegangen ist die notwendigen Teile zu beschaffen.
Investitionsbedarf
Um eine schnelle Durchführung der notwendigen Bestellungen zu ermöglichen, sind die Anwendungssysteme im Vertriebsbereich mit denen der Beschaffung zu integrieren. Weiterhin sind die Beschaffungsprozesse für minimale Durchlaufzeiten zu optimieren und die Einigung auf Standards zur elektronischen Durchführung von Bestellungen im Beschaffungsbereich ist notwendig. Es sind Verfahren zur zuverlässigen und rechtzeitigen Bestimmung und Erfassung des Bedarfs zu implementieren.
Chancen
Durch individuelle Produktkonfigurationen lassen sich Differenzierungsvorteile gegenüber der Konkurrenz verwirklichen. Es ist mit deutlich geringeren Lagerkosten zu rechnen.
Risiken
Bei Beschaffung nach Bedarf steigt die Abhängigkeit von zeitlichen Lieferzusagen der Lieferanten und es ist damit zu rechnen, dass sich die eigenen Lieferzeiten verlängern.
Kritische Erfolgsfaktoren
Rahmenverträge mit Lieferanten :
Rahmenverträge sind i. A. notwendig Voraussetzung, um eine schnelle Bestellung (vollautomatisch) durchzuführen.
Integration :
Eng aufeinander abgestimmte Auftragsbearbeitungs- und Beschaffungsprozesse und eine angemessene Integration der jeweiligen betrieblichen Anwendungssysteme sind zentral für die zuverlässige und zeitnahe Bedarfsbestimmung.
Standards :
Um der hohen Abhängigkeit zu den Lieferanten entgegenzuwirken, sollte für den Austausch von Geschäftsdokumenten auf offene Standards zurückgegriffen werden.
Benötigte strategische Optionen:
Betroffene Prozesse:

ID: Val_1.2
Beschreibung
Just-in-time Ansätze zielen darauf, dass in die Produktion eingehende Teile erst dann geliefert werden, wenn sie im Produktionsprozess tatsächlich gebraucht werden, und führen damit zu einer Minimierung der Lagerhaltung.
Investitionsbedarf
Just-in-time Lieferung erfordert die angemessene Integration der PPS-Systeme und Beschaffungssoftware. Weiterhin sind die Beschaffungsprozesse für minimale Durchlaufzeiten zu optimieren und die Einigung auf Standards zur elektronischen Durchführung von Bestellungen im Beschaffungsbereich ist notwendig. Es sind Verfahren zur zuverlässigen und rechtzeitigen Bestimmung und Erfassung des Bedarfs zu implementieren.
Chancen
Lagerbestände und damit auch die Kapitalbindung im Lager können minimiert werden.
Risiken
Es besteht eine hohe Abhängigkeit von zeitlichen Lieferzusagen der Lieferanten und damit die Gefahr des Produktionsstillstands bei Lieferschwierigkeiten und ein erhöhtes Risiko, gesetzte Lieferzeiten selbst nicht einhalten zu können.
Kritische Erfolgsfaktoren
Integration :
Zur zeitnahen Durchführung von Bestellungen ist die enge Integration der Produktionsplanungssysteme mit den Beschaffungssystemen notwendig.
Rahmenverträge mit Lieferanten :
Rahmenverträge sind i. A. notwendig Voraussetzung, um eine schnelle Bestellung (vollautomatisch) durchzuführen.
Standards :
Um der hohen Abhängigkeit entgegenzuwirken, sollte für den Austausch von Geschäftsdokumenten auf offene Standards zurückgegriffen werden.
Benötigte strategische Option:

ID: Val_1.3
Beschreibung
Die Bedarfsplanung wird hier auf der Basis von Absatzprognosen durchgeführt, für welche ggf. nachfolgende Wertschöpfungsstufen mit einbezogen werden. Die ermittelten Bedarfe werden der vorgelagerten Wertschöpfungsstufe zu Planungszwecken zur Verfügung gestellt. Voraussetzung hierfür ist eine langfristige vertragliche Bindung.
Investitionsbedarf
Es ist die Abstimmung der Planungsprozesse sowie die Einigung auf geeignete Standards zum Austausch der Planungsdaten notwendig. Zusätzlich sollten die Anwendungssysteme zur Prognose und Planung mit den Beschaffungssystemen geeignet integriert werden, um doppelte Datenhaltung zu vermeiden und um spätere Planungsanpassungen erfassen zu können.
Chancen
Die wertschöpfungskettenübergreifende Planung erlaubt die übergreifende Optimierung der Prozesse sowie der Ressourcenallokation. Auf diese Weise können u. U. erhebliche Kostenvorteile erzielt werden.
Risiken
Die frühe Weitergabe der eigenen Bedarfsplanung erfordert die Bindung an Lieferantenunternehmen und damit gleichzeitig die Abhängigkeit, welche sich bspw. dann nachteilig auswirken kann, wenn der Lieferant in Konkurs geht oder das Vertragsverhältnis aus anderen Gründen abbricht. Ein solches Vorhaben birgt erhebliche Risiken. Diese betreffen die Realisierung der nötigen technischen Infrastruktur wie auch die Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft der beteiligten Partner.
Kritische Erfolgsfaktoren
Kooperation und Vertrauen :
Die beteiligten Unternehmen müssen zur Offenlegung ihrer Prognose- bzw. Planungsdaten bereit sein und ggf. durch vertragliche Einigung vor Missbrauch beschützt werden
Standards :
Um der hohen Abhängigkeit entgegenzuwirken, sollte für den Austausch von Planungsdaten auf offene Standards zurückgegriffen werden.
Benötigte strategische Optionen: