Forschungsprojekt ECOMODForschungsgruppe Unternehmensmodellierung

Referenzgeschäftsprozesse und Strategien im E-Commerce

Fokus auf Umsätze (Rev)


ID: Rev_1
Beschreibung
Eine der am häufigsten erwähnten strategischen Chancen, die durch die Nutzung des Internet eröffnet wird, ist darin zu sehen, mit relativ geringen zusätzlichen Kosten eine größere geographische Reichweite zu erzielen (vgl. z.B. [Venk00], [JCB01]).
Konkretisierte Strategien:
Nationale Ausweitung
Strategische Optionen:
Internationale Ausweitung
Strategische Optionen:

ID: Rev_1.1
Beschreibung
Die Auslagerung bisher selbst durchgeführter physischer Distribution bietet sich an, wenn a)die zusätzlichen Kunden und/oder Lieferorte eine logistische Kompetenz erfordern, die im Unternehmen nicht vorhanden ist und deren Aufbau mit Risiken verbunden ist; b)die Prognose der zu erwartenden Umsatzzuwächse mit großen Unsicherheiten behaftet ist und deshalb Investitionen in zusätzliche Logistikkapazitäten mit erheblichen Risiken verbunden sind; c)saisonale oder konjunkturelle Schwankungen der Absatzmenge zu erwarten sind.
Investitionsbedarf
Zur Bestimmung optimaler Rahmenverträge mit neuen Lieferanten ist eine Analyse bisheriger und Prognose zukünftiger Umsätze und Auftragsstärken im Verhältnis zur geographischen Ausbreitung notwendig. Die Prozesse der Ausgangslogistik müssen ggf. angepasst werden.
Chancen
Mit dem Outsourcing der Lieferantenfunktion erhöht sich i. A. die Transparenz der Kosten: es kommt in diesem Bereich zu einer Umschichtung fixer in variable Kosten und kurzfristig werden evtl. durch Auflösung bestehender Fuhrparks finanzielle Mittel frei gesetzt. Weiterhin wird eine stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft ermöglicht.
Risiken
Mit der Auslagerung der Lieferantenfunktion an einen externen Partner entsteht die Gefahr für den Kunden intransparenter Lieferprozesse. Differenzierungsmöglichkeiten bei der physischen Distribution werden weitgehend eingeschränkt. Zusätzlich werden die Möglichkeiten der Kontrolle (bspw. der Zuverlässigkeit) eingeschränkt.
Erfolgsfaktoren
Integration :
Die eigenen betrieblichen Anwendungssystemen sollten durch geeignete Schnittstellen zu den Systemen des/der Lieferanten ergänzt werden, um dem Kunden einen transparenten Zugriff auf Informationen zum Lieferstatus zu ermöglichen.
Ähnliche strategische Optionen:
Betroffene Prozesse:

ID: Rev_1.2
Beschreibung
Das Aufstellen einer Internetpräsenz geschieht zu dem Zweck, die Omnipräsenz des Internet für eine wirksame und kostengünstige Außendarstellung des Unternehmens zu nutzen. Vielfach wird die Webseitenerstellung und -wartung ausgelagert, da auf dieser Ebene noch relativ wenige Schnittstellen zu betrieblichen Funktionen im Unternehmen bestehen.
Investitionsbedarf
Der Investitionsbedarf ist relativ gering und bezieht sich hauptsächlich auf die Einrichtung eines Web-Servers (bzw. Auswahl eines Providers), sowie den Entwurf und die Wartung der Web-Seiten. Zusätzlich sollten die allgemeinen Kontaktinformationen um die Web- und E-Mail-Adresse erweitert werden.
Chancen
Im Wesentlichen dient die reine Präsenz im Internet der Präsentation im Sinne eines weiteren Schaufensters für das Unternehmen. Dies kann dem Ansehen des Unternehmens aus verschiedenen Gründen zuträglich sein, bspw. da mit einer Unternehmenswebseite deutlich wird, dass das Unternehmen das Internet überhaupt nutzt oder da die dort bereitgestellten Inhalt bestehende Differenzierungsmerkmale selbst beschreiben (z.B. Referenzprojekte oder -kunden). Bzgl. des Zieles der geographischen Ausweitung eröffnet eine Internetpräsenz die Chance, Kunden in einem größeren geographischen Raum zu gewinnen.
Risiken
Wenn die kritischen Erfolgsfaktoren nicht berücksichtigt werden, droht dem Unternehmen ein Image-Schaden.
Erfolgsfaktoren
Aktualität :
Zentral für den Erfolg einer Internetpräsenz ist die Korrektheit und Aktualität der verfügbaren Informationen. Dies kann bspw. durch einen festgelegten Administrationsprozess gewährleistet werden.
Dem Medium angemessene Gestaltung :
Das Internet sollte nicht (nur) als ein weiterer Kanal zur Veröffentlichung bestehender (Papier-) Broschüren genutzt werden, sondern die Internetpräsenz sollte professionell und dem Medium angemessen gestaltet sein; d.h. sie sollte bspw. die Hyperlinkfunktionalität nutzen und eine geeignete Benutzerführung unterstützen. Hierzu zählt ebenfalls die Platzierung relevanter Schlagwörter um die Positionierung in Suchmaschinen zu forcieren, bzw. das direkte Eintragen in Suchmaschinenkataloge.
Öffnung eines Kommunikationskanals :
E-Mails stellen eine zentrale durch die weite Verbreitung Internet neu eröffnete Möglichkeit der standardisierten asynchronen Kommunikation dar. Um den Besuchern der Internetpräsenz eine bruchfreie Kontaktmöglichkeit zu bieten, sollte auf den Seiten eine E-Mail-Adresse angegeben sein; weiterhin sollte für die Bearbeitung auf diesem Wege eingehender Nachrichten ein geeigneter Prozess vorgesehen werden.
Notwendige Kompetenzen
Zentrale Fähigkeiten für die Umsetzung dieser strategischen Option ist die Entwicklung von Webseiten und deren Wartung, sowie die Administrierung von Web-Servern (soweit diese nicht von einem externen Dienstleister bereit gestellt werden.)
Betroffene Prozesse: